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05.10.12 22:03 Age: 2 yrs

Astpai - efforts and means

Category: reviews, featured record

Eine schmissige Punkrock Band aus Wien präsentiert AssCard Records. Während mir der Vorgänger entgangen ist macht „efforts and means“ klar, dass man es ernst meint. Ernst meint mit Punkrock, ein bisschen Hardcore, mit vielen Emotionen, großartigen Hooks, Drive und Spielfreude.

Schon vom Opener an, der hinter ein tolles, atmosphärische Spoken Word Intro gesetzt ist, kommt die Band sympathisch und nie aufgesetzt rüber. Man fetzt direkt los, flott mit unbändiger Energie, aber im Detail auch toller Arbeit an den Instrumenten. Die Tracks pendeln zwischen flottem Punkrock, aber oft auch Midtempo Nummern, die aber nie weich, sondern stets angemessen rotzig daherkommen. Viele Bands aus den USA haben diesen Sound geprägt, aber viele waren nicht einmal so gut wie Astpai sich hier präsentieren. V.a. stimmt das Songwriting. Es wird schnell wo es passt, was in ca. 2/3 der Songs der Fall ist. Dabei fetzt man auch mal richtig hardcorig los, so wie in „Act Claim“, oft aber eben eher in Punkrockigen Gefilden. Midtempo Rocker gibts auch, aber eben stets angenehmen motzig und rotzig. Das kommt auch von der Stimme, die stets melodisch, aber eben auch ein bisschen dreckig klingt. Die Melodiebögen und Hooks der Gitarren, die es zu Hauf gibt, werden immer wieder aufgenommen und vom Gesang weitergestrickt. Auch die Produktion fügt sich ins positive Gesamtbild. In der Metal- und Hardcore-Gesellschaft dieses Updates sind Astpai nicht nur eine tolle Abwechselung, sondern auch der Punkrock-Gewinner des Monats. Unbedingt mal anhören.

Label: Ass-Card Records / Jump Start / No Reason

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